Dienstag, 16. Mai 2017

so voll und doch so leer.

depressionen kommen in unserer familie vor. nicht nur einmal. das ist kacke, aber nicht zu ändern.
mich haben sie lange, lange in ruhe gelassen. und doch ist sie unterschwellig immer da, die angst vor dem bleischweren vorhang, der sich dann über einen legt.
einen lähmt, nicht mehr handeln läßt, der gleichgültigkeit & tränen im übermaß mitbringt.
der mich hier hat liegenlassen ohne fähig zu sein, mich um meine meute zu kümmern.
tage, in denen ich mich so fremd in meinem körper & kopf gefühlt habe...die, die ich bin, gab es nicht, ICH WAR NICHT DA.
verzweiflung & hilflosigkeit in rauen mengen, wenn man auf einmal dasteht und nicht mehr weiß, wie man sich helfen kann. wenn freunde & familie fragen, wie sie helfen können und man selber dasteht und noch nicht einmal darauf eine antwort weiß, außer noch mehr tränen.
nein, meine letzten wochen waren alles andere als ein zuckerschlecken und vorbei sind sie auch noch nicht.
aber ich schaffe es wieder, den vorhang zu heben. es gibt endlich, endlich wieder momente, in denen ich MICH fühle, ich genau sehe, WAS ich will und WO ich hinWILL.
sich selber wieder zu spüren und wieder ein bewusstsein für sich selber zu haben sind verdammt gute grundlagen dafür, den vorhang irgendwann komplett in der tonne zu wissen.

alleine dahingekommen bin ich nicht.
mein großer sachenmacher...ohne ihn wäre ich jetzt nicht soweit. und ohne DEN freund wär ich es auch nicht.
zuhören. reden & aushalten können. das können sie. sehr gut.
danke.


Dienstag, 9. Mai 2017

turnbeutel. auf das wesentliche.

reduziert. nicht mehr und nicht weniger, übrig geblieben ist das wesentliche. aushalten soll er was. der sommer ist zum draußen.leben da, und genau da soll er mich begleiten. ohne schnickschnack, robuste materialien, schlicht. wie ich es mag. leder & liebster wäschesack-canvas. nicht gedacht, um ihn irgendwann mal in die waschmaschine zu stopfen.
die spuren des sommers wäscht man nicht weg, man trägt sie mit sich und erinnert sich.
auch lust auf so einen begleiter? frau schwarz & herr teddy. da wo immer zu finden...*klick*

Montag, 8. Mai 2017

groschenhüterchen & 'ne portion retro

die vier liegen schon seit einer woche hier fertig und warteten auf den fototermin. eigentlich waren es mal fünf...
nummer fünf, die eigentlich nummer eins war, hatte nur leider einen kleinen schönheitsfehler und flog frustriert in die tonne. gerettet hat sie der große sachenmacher, oh wunder!
seit ich ihn kenne, bewahrt er sowohl geld als auch karten lose in hosen- bzw jackentasche auf. IMMER! aus prinzip, den geldbeutel könnte man ja verlieren!
unpraktischerweise kann man allerdings auch karten aus der jackentasche verlieren, wenn man selbige unglücklich über den arm wirft. so passiert in der letzten woche, zeitgleich thronte das groschenhüterchen traurig auf dem stoffhaufen in der tonne vor sich hin...alles klar, oder?
mein herz hat's gefreut!
die karten sind übrigens alle wiedergefunden worden, in so einem schrebergartenverein verschwindet halt nix so wirklich!

nummer 2, 3,4 & 5 findet ihr im shop, ebenso wie einen neuen schwung kosmetiktäschchen in der retro-ausgabe *klick*


Sonntag, 7. Mai 2017

grüntasien

ein garten sollte seinen gärtner einmal am tag sehen.
okay, davon sind wir in den vergangenen wochen sehr weit entfernt gewesen...
während bei den anderen gartenfreunden um uns herum bereits die ersten samen sprießen, ist das einzige was bei uns so richtig sprießt der blöde löwenzahn...
den haben wir gestern erstmal entfernt und die beete hübsch gemacht, bevor auch wir endlich samen in die erde gebracht haben.
die klassischen schrebergärtner haben sich hinter unserem rücken bestimmt die haare gerauft...egal, wir wollen spass dort haben und nicht den rasen mit der nagelschere schneiden!
und ganz so schlimm kann es auch nicht gewesen sein, bei fragen bekommen wir noch immer kompetente antworten ;))
 listen to the music!
molly, die nacktschnecke, gedacht als neues Haustier, und dann schaut man 5 Minuten mal nicht nach ihr, und schon isse weg.
praktisch ;)
 erste ernte.
ihr wißt, was ich morgen backe, oder?!


Freitag, 5. Mai 2017

pillepalle ist anders!

eine woche ruhe, hier und im shop. es gibt zeiten, da ist das so. 
es war mal anders, da habe ich alles am laufen gehalten. auch dann, wenn das reale leben uns mit einer extraprotion leben bedacht hatte. 
solange man nicht  superwoman heißt, ist das nur keine so gute idee! 

früher brauchte ich nicht groß auf mich aufzupassen, da gab es keine kleinen menschen, für die ich hätte dasein wollen. yep, ich schreibe ganz bewußt 'wollen'. in der regel schreibt man ja 'müssen', aber ich wollte kinder und in dem moment will ich auch für sie dasein und deswegen ist das kackwort mit 'm' in diesem zusammenhang für mich falsch!
seit 19 jahren lebe ich mit kleinen leuten zusammen, und was soll ich sagen, so richtig gelernt auf mich und meine kräfte zu achten hab ich immer noch nicht. 
der spagat zwischen familie, arbeit, ein paar sein und dann auch noch man selber sein...pillepalle ist anders!
aber es wird! ich reagiere auf das, was das ichgefühl mir versucht zu sagen, nicht sofort, aber schon eher als noch vor einiger zeit. denn nur wenn es mir gutgeht, kann ich dasein. wirklich dasein. für die, die es im moment braucht. 
auf die schnauze fliegen geht immer noch, aber ich fliege früher hin, weil sich der mut eher meldet und mich sagen läßt, wann es genug für mich ist.

und wenn die finger wieder kribbeln, ideen im kopf wachsen und die freude über eine tolle veranstaltung im nächsten monat sich wieder in den vordergrund drängen, dann ist das meiste wieder gut!

habt ein schönes wochenende und gebt auf euch acht!


Donnerstag, 27. April 2017

das mache ich mittwochs.

jeden mittwoch, und das mittlerweile, wenn auch mit einer unterbrechung, bereits seit über einem jahr.
die hier ansässige caritas bietet flüchtlingen einmal in der woche die möglichkeit, sich zu treffen und gemeinsam zu nähen. anfänglich waren die räumlichkeiten nicht ganz das ideale und es mussten neue gesucht werden, die fanden sich glücklicherweise zum ende des letzten jahres und seither entwickelt sich der gemeinsame mittwochvormittag zu dem, was er werden sollte.
ursprünglich war es nur für frauen gedacht, also die, die vorwiegend ihre tage in den unterkünften verbringen und nicht wirklich einen ort haben, um sich gemeinsam auszutauschen und einfach mal rauszukommen. gerade letzteres ist für sie so wichtig...rauskommen und einfach mal nur sie selber sein. für ein paar wenige stunden das schlechte versuchen auszublenden.
da die frauen keine englischkenntnisse haben und ich weder arabisch noch russisch spreche, ist es sprachlich eine echte herausforderung für uns. aber eine, die einen heidenspass macht und so lustig sein kann!
anfänglich kamen nicht viele frauen, zu groß waren die berührungsängste und auch das misstrauen. aber wie so oft, wenn eine den anfang macht, spricht es sich herum und es kommen immer mehr.
ich erinnere mich noch an den ersten tag, da saß ich ganz allein dort und habe mäppchen genäht und das stoffregal eingeräumt. über dieses stadium sind wir schon eine weile hinaus. gestern waren wir 15 leute! darunter auch vier männer!
es ist echt leben in der bude! ohne unterlass rattern vier haushaltsnähmaschinen und eine overlock, dazu ein stimmgewusel der unterschiedlichsten arabischen akzente und hier und da auch andere sprachen.
meine rolle dabei?
mit denen, die gar nicht nähen können, mache ich erste schritte an der nähmaschine, gern gewähltes objekt sind kissen. und vorhänge, ganz wichtig! die unterkunft hat riesige fenster und keine vorhänge, ungüngstig vor allem weil die meisten familien kleine kinder haben. sehr junge kinder.
ich kümmere mich um die maschinen, kaufe stoffe ein und manchmal kommt es auch vor, dass die leute ihre amtsschreiben mitbringen, weil sie sie einfach nicht verstehen...wie auch, gerade hier angekommen und dann sollen sie ohne deutschkenntnisse durch diesen bürokratiekrempel durchsteigen...mit händen, füßen und nicht zuletzt einer übersetzungsapp klappt es oft irgendwie.
und was wird sonst noch genäht? das was gebraucht wird, ganz einfach!
viele bringen kleidung mit, die geändert oder repariert werden soll/muss. das ist eigentlich das vorwiegende nähgut...dann haben wir aber auch gelernte schneiderinnen dabei, die nähen kleidung. für sich selber, ihre kinder oder für andere flüchtlingsfrauen und deren kinder.
es ist zu einem miteinander geworden, da wo einer dem anderen hilft wo er kann und mal nicht der nächste amtstermin den ton angibt.
und genau das ist gut.


Dienstag, 25. April 2017

gym bags. trio zum verschenken.

es gibt bestellungen, die müssen sofort im karton verschwinden, sonst reißen sich unsere jungen wilden sie sich noch unter den nagel.
diese gehört zweifelsfrei dazu ;)

drei turnbeutel komplett aus  robusten wäschesäcken gefertigt, damit sie einiges mitmachen, versehen mit einem bullauge.
ich mag sie!